Bewässerungsintervall-Planer
Schätze die Ausschöpfungszeit der Wurzelzone mit einer vereinfachten FAO-56-Bodenwasserbilanz.
Dein Ergebnis
Balken vergleichen nur Ergebnisse derselben Einheitengruppe. Sie sind normiert, keine Zeitreihenprognose.
Planungsergebnis auf Grundlage deiner Eingaben.
So funktioniert dieser Rechner
Schätze die Ausschöpfungszeit der Wurzelzone mit einer vereinfachten FAO-56-Bodenwasserbilanz.
TAW = AWC × root depth; RAW = p × TAW; days = RAW/(ET₀ × Kc)Beispielberechnung
Das vorbelegte Formular ist ein Rechenbeispiel. Eingaben in Basiseinheiten und erwartete Ergebnisse stehen unten; die Zurücksetzen-Schaltfläche stellt es wieder her.
| Eingabe | Beispiel |
|---|---|
| Nutzbare Feldkapazität je Meter | 150 |
| Wirksame Wurzeltiefe | 0.3 |
| Zulässiger Ausschöpfungsanteil p | 0.5 |
| Referenzverdunstung ET₀ pro Tag | 4 |
| Pflanzenkoeffizient Kc | 0.8 |
Planungshilfe zu diesem Rechner
Untersuche, wie Bodenspeicherung und Wurzeltiefe ein vereinfachtes Ausschöpfungsintervall verändern. Das erklärt Bewässerungszeitpunkte; es liest keine Sensoren und erstellt keinen automatischen Gießplan.
Aussagekräftige Eingaben wählen
- Nutzbare Feldkapazität je Meter
- Gib pflanzenverfügbares Wasser je Meter Boden in mm/m ein. Nutze passende Bodendaten statt Gesamtwassergehalt.
- Wirksame Wurzeltiefe
- Nutze die wirksame Wurzeltiefe in Metern; dieselbe Pflanze kann in verdichtetem oder flachem Boden anders wurzeln.
- Zulässiger Ausschöpfungsanteil p
- Wähle den pflanzenspezifisch vor Stress ausschöpfbaren Anteil p, nicht den aktuell nassen Bodenanteil.
- Referenzverdunstung ET₀ pro Tag
- Nutze die lokale tägliche Referenzverdunstung ET₀ eines geeigneten Wetterdienstes. Dieser Rechner lädt keine Wetterdaten.
- Pflanzenkoeffizient Kc
- Wähle einen zur Pflanze und Wachstumsphase passenden Beiwert. Das Beispiel ist eine Annahme, kein allgemeiner Gartenwert.
Das Ergebnis richtig einordnen
Gesamtverfügbares Wasser TAW ist Speicher je Meter mal Wurzeltiefe. Leicht verfügbares Wasser RAW ist der erlaubte Anteil dieses Vorrats. RAW geteilt durch tägliches ET₀ × Kc ergibt ein idealisiertes Intervall ab Feldkapazität ohne Regen. Bei null täglicher Verdunstung lässt sich kein endliches Ausschöpfungsintervall bestimmen.
Typische Fehler vermeiden
- Ein schon teilweise ausgeschöpftes Beet kann nicht zwingend das volle Intervall warten.
- Verwechsle mm je Meter Boden nicht mit Wurzeltiefe in Metern.
Ein sinnvoller nächster Schritt
Vergleiche das Intervall mit Beobachtungen der Wurzelzonenfeuchte und aktualisiere die Bilanz nach Regen oder Bewässerung.
Ein Szenario Schritt für Schritt
Ein getrenntes Rechenbeispiel; diese Werte ändern sich nicht beim Bearbeiten des Formulars oben.
- 150 mm/m × 0,3 m = 45 mm TAW; × 0,50 ergeben 22,5 mm RAW.
- Tägliche Pflanzenverdunstung ist 4 × 0,8 = 3,2 mm/Tag; 22,5 ÷ 3,2 = etwa 7,03 Tage.
Häufige Fragen
Sind gestriger Regen und aktuelle Bodenfeuchte enthalten?
Nein. Das Intervall startet bei Feldkapazität und nimmt konstanten Verlust ohne Regen oder aufsteigendes Wasser an. Eine tägliche Bodenwasserbilanz berücksichtigt diese wechselnden Bedingungen.
Kann ich denselben Ausschöpfungsanteil für jede Pflanze nutzen?
Nimm das nicht pauschal an. Der Anteil hängt von Pflanze und Verdunstungsbedarf ab. Wähle einen dokumentierten passenden Wert statt des Beispielwerts 0,5 als allgemeine Regel.
Plane weiter
Gartenwasserbedarfs-Rechner
Wende eine ET?/Kc-Wasserbilanz auf eine Garten-Bewässerungszone an. ET? wird als Tageswert eingegeben, nicht aus Wetterdaten berechnet.
Rechner öffnen ↗GartenbewässerungBewässerungswasser-Rechner
Rechne eine gewählte Netto-Wassergabe mit ausdrücklichem Wirkungsgrad in Brutto-Wassermenge um.
Rechner öffnen ↗GartenbewässerungTropfbewässerungs-Rechner
Berechne nominellen Zonendurchfluss und Wassermenge aus Tropferanzahl, gemessenem Tropferdurchfluss und Laufzeit.
Rechner öffnen ↗Passende Beiträge
GartenbewässerungHäufige Fehler bei der Bewässerungsplanung
Ein flächenbezogenes Wasservolumen ist nur der Anfang. Ein brauchbarer Plan braucht Auslasspositionen, Betriebsdruck, Durchfluss, Laufzeit und Bewässerungsfenster. Zeichnen Sie Leitungswege und Höhenunterschiede ein. Der Rechner kann ein richtiges Volumen liefern, während die Anlage dieses Wasser dennoch nicht zu den tatsächlich bedürftigen Pflanzen verteilt.
Beitrag lesen ↗
GartenbewässerungUnterschiedliche Böden richtig bewässern
Textur hilft, Speicherung und Wasserbewegung zu beschreiben. Wurzeltiefe, Verdichtung, organische Substanz, Gefälle und aktuelle Feuchte zählen ebenfalls. Bestimmen Sie den Boden je relevantem Beet statt das gesamte Grundstück als einheitlich anzunehmen. Nutzen Sie Beobachtung oder geeignete Prüfung. Ein Bodenname begründet keinen exakten Rhythmus für alle Pflanzen und Wetterlagen.
Beitrag lesen ↗Quellen & Methodengrundlagen
- FAO-56, Kapitel 8: Bodenwasserbilanz
Wurzelzonenspeicherung, zulässige Ausschöpfung und Bilanzannahmen; unser Modell ist eine vereinfachte Planungsrechnung.
Methodenversion 1.1 · Erklärungen und Beispiele geprüft: 2026-10-11